Zum Inhalt springen
+43 664 243 28 18
Gear-News

Wie viel Schloss Dein Rad wirklich braucht

von Das Rad Oberländer4 min Lesezeit

Bügelschloss, Faltschloss und Kettenschloss mit Schlüsseln auf einer Werkbank AI-Modified

Beim Schloss wird gern gespart. Das Rad kostet einen vierstelligen Betrag, das Schloss soll dann zwanzig Euro kosten. Die Stiftung Warentest hat 19 Fahrradschlösser geprüft und dabei nicht nur aufgesperrt, sondern auch mit dem Winkelschleifer gearbeitet. Das Ergebnis zeigt ziemlich genau, wo die Grenze zwischen sparsam und sinnlos verläuft.

Geprüft wurde mit dem Winkelschleifer

Der Test erschien am 18. Februar 2025. Im Feld waren 19 Schlösser zwischen 28 und 300 Euro, quer über alle gängigen Bauarten. Entscheidend ist dabei weniger das feine Werkzeug als das grobe. Der Winkelschleifer ist das Gerät, das in der Praxis den Unterschied zwischen den Schlosstypen macht. Wie viele Trennscheiben ein Schloss kostet, sagt deshalb mehr über den Schutz aus als jedes andere Detail im Testbericht.

Testsieger und Preistipp liegen weit auseinander

Testsieger wurde das Bügelschloss Abus Granit Super Extreme 2500 mit der Gesamtnote 1,2. Es kostete zum Testzeitpunkt rund 300 Euro und wiegt etwa 2,5 Kilo. Um es zu öffnen, waren sechs Trennscheiben nötig. Darin liegt der eigentliche Wert: Jede Scheibe bedeutet Zeit, Lärm und Aufmerksamkeit.

Als Preistipp nennt der Test das Kettenschloss Decathlon 920 Art3 für rund 60 Euro. Es wiegt 3,2 Kilo und schützt gut. Guter Schutz muss also nicht 300 Euro kosten. Er kostet aber Gewicht.

Ein Ergebnis fällt aus der Reihe. Ein Bügelschloss von Burg-Wächter für 28 Euro hielt dem Aufbruch sehr gut stand und fiel trotzdem mit der Note mangelhaft durch, weil es mit Schadstoffen belastet war. Ein Schloss nimmt man täglich in die Hand. Deshalb zählt dieser Punkt.

Welcher Schlosstyp zu Deinem Alltag passt

  • Bügelschloss: sicher und vergleichsweise leicht. Der starre Bügel ist aber oft zu klein, um einen Laternenmast mitzufassen.
  • Kettenschloss: lang und flexibel, Du kommst fast überall herum. Dafür zwei bis drei Kilo, die Du mitfährst.
  • Faltschloss: besteht aus verbundenen Stahllaschen, lässt sich klein zusammenlegen und gut am Rahmen mitführen. Gegen den Winkelschleifer ist es anfälliger als Bügel und Kette.
  • Kombischloss: verbindet Elemente der anderen Bauarten, ist im Test aber teuer.

Die Frage ist deshalb nicht, welches Schloss im Test am besten abschneidet, sondern woran Du Dein Rad anschließt. Wer jeden Tag am selben Bügel im Hof steht, fährt mit einem Bügelschloss gut. Wer unterwegs nimmt, was gerade da ist, braucht die Länge einer Kette.

Und das Gewicht ist dabei kein Nebenthema. Zwei bis drei Kilo klingen nach wenig, im Rucksack merkst Du sie nach fünf Kilometern. Ein Schloss, das Dir zu schwer ist, bleibt irgendwann zu Hause – dann hat es null Sicherheit, egal welche Note im Test steht. Wer das Rad ohnehin nur zwischen Haus und Arbeit bewegt, kann ein schweres Schloss auch am Abstellplatz deponieren, statt es täglich mitzuführen.

Ein Schloss verhindert keinen Diebstahl, es kauft Dir Zeit – und Zeit ist das, was ein Dieb am wenigsten hat.

Die Zehn-Prozent-Regel und wo sie beim E-Bike endet

Aus der Versicherungsberatung stammt eine Faustregel: Das Schloss sollte rund zehn Prozent des Fahrradwerts ausmachen. Bei einem Rad um 600 Euro sind das 60 Euro. Da liegt der Preistipp aus dem Test genau richtig.

Beim E-Bike führt dieselbe Regel aus dem Testfeld hinaus. Zehn Prozent von 4.000 Euro wären 400 Euro, und so viel hat im Test kein einziges Schloss gekostet. Praktisch heißt das zweierlei. Erstens kaufst Du beim E-Bike am oberen Ende der Skala. Zweitens holst Du den Rest nicht über den Preis, sondern über die Art, wie Du absperrst: den Rahmen anschließen statt nur ein Laufrad, an etwas Festverankertem, und wo es geht mit zwei verschiedenen Bauarten, weil ein Dieb dann zwei Werkzeuge braucht.

Wie viel Schloss ist jetzt genug?

Genug ist das Schloss, das zu Deinem Rad und zu Deinem Alltag passt und das Du deshalb wirklich jedes Mal benutzt. Für ein günstiges Stadtrad ist das ein solides Modell im zweistelligen Bereich. Für ein E-Bike ist es das obere Ende dessen, was es gibt, plus die Gewohnheit, den Rahmen anzuschließen.

Preise und Noten oben sind der Stand des Tests vom Februar 2025, geprüft wurde am deutschen Markt. Die Modelle wechseln, die Logik dahinter bleibt. Deshalb empfehlen wir selten das billigste Schloss und genauso selten das teuerste. Wenn Du unsicher bist, ruf an unter +43 664 243 28 18 oder komm im Grenzweg 11 in St. Stefan vorbei.

Daniel Oberländer

Über uns

Das Rad Oberländer

Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

Mehr über Das Rad

Lieber gleich bei uns im Geschäft ansehen?

Werkstatt & Service Termin anfragen

WienGrazLinzSalzburgInnsbruckBregenzSt. PöltenEisenstadtKlagenfurtWolfsbergSt. Stefan im Lavanttal

Daniel Oberländer, Geschäftsführer

Anfahrt &
Öffnungszeiten

Daniel Oberländer, Geschäftsführer

Das Rad Oberländer

Grenzweg 11
9431 St. Stefan im Lavanttal
Kärnten, Österreich

Der Schauraum von Das Rad Oberländer

Di–Fr
8:30–12:00 14:00–18:00
Sa
8:30–12:00
Mo, So
geschlossen

Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0