SRAM hat sein Mountainbike-Sortiment im April 2026 neu geordnet. Wichtig daran ist vor allem eines: Die neuen Schaltwerke sind ausdrücklich für Rahmen mit herkömmlichem Schaltauge gemacht. Wenn Dein Rad ein paar Jahre alt ist, bekommst Du damit wieder bezahlbare Ersatz- und Aufrüstteile. Das war zuletzt nicht selbstverständlich.
Drei Serien lösen die alten Eagle-Gruppen ab
Am 21. April 2026 hat SRAM drei neue Schaltwerksserien vorgestellt. Sie heißen S100, S200 und S500 AXS und treten an die Stelle der bisherigen Eagle-Gruppen.
- S100 ersetzt SX und NX Eagle. Das Schaltwerk kostet 75 Euro und lässt sich auf Wunsch mit einer UDH-Half-Mount-Platte ausrüsten.
- S200 ersetzt GX und X01 Eagle. Das Schaltwerk kostet 145 Euro und arbeitet mit einer Type-3-Kupplung mit Rollenlager und Stahlkäfig.
- S500 AXS ersetzt die kabellosen Gruppen XX1, X01 und GX AXS. Das Upgrade-Kit kostet 655 Euro. Der Käfig ist aus Aluminium, die Kurbelarme sind aus Carbon.
Die Kupplung im Schaltwerk hält den Käfig unter Spannung. Sie sorgt dafür, dass die Kette auf ruppigem Untergrund ruhig bleibt und nicht gegen die Kettenstrebe schlägt. Der Rest ist das, was man von einer Serienstaffelung erwartet: mehr Geld, weniger Gewicht, hochwertigere Materialien.
Das Schaltauge entscheidet, nicht der Name der Gruppe
Das Schaltauge ist das kleine Zwischenstück zwischen Rahmen und Schaltwerk. Es ist die Sollbruchstelle. Fällt das Rad um, gibt lieber dieses Teil nach als der Rahmen. Lange hatte fast jeder Hersteller seine eigene Form, bis das einheitliche UDH-Schaltauge kam.
Genau hier verläuft die Grenze. Die Transmission-Gruppen Eagle 90 und Eagle 70 aus dem Jahr 2025 setzen ein UDH voraus. Die neue S-Serie tut das nicht. Sie ist für Rahmen mit klassischem Schaltauge gedacht, also für die vielen Räder, die vor der UDH-Zeit gebaut wurden. Und wenn Dein Rahmen doch ein UDH hat, lässt sich zumindest das S100 mit der genannten Half-Mount-Platte anpassen.
Ob eine Schaltgruppe an Dein Rad passt, hängt vom Schaltauge am Rahmen ab.
Kette und Kassette kannst Du behalten
Alle drei Serien arbeiten mit herkömmlichen Eagle-Ketten. Eine Flattop-Kette ist ausdrücklich nicht nötig. Auch die Kassetten XG1299 und XG1275 laufen weiter, Du musst sie also nicht mittauschen.
Das hält die Sache bezahlbar. Ein Schaltwerk zu tauschen ist ein überschaubarer Eingriff. Wer zusätzlich Kette, Kassette und Schaltauge wechseln muss, landet bei einer ganz anderen Summe.
Dazu kommt: Die drei Serien sind untereinander vollständig kompatibel. Du kannst also klein anfangen und später einzelne Teile wechseln, ohne Dich für ein geschlossenes System entscheiden zu müssen.
Was das für ein Rad in der Werkstatt bedeutet
Wir haben eine eigene Werkstatt und reparieren auch Räder, die nicht mehr im aktuellen Katalog stehen. Bei einem defekten GX- oder X01-Schaltwerk gibt es grundsätzlich zwei Wege: Restbestände der auslaufenden Gruppe suchen oder auf einen neuen Standard umbauen. Mit der S-Serie kommt eine dritte Möglichkeit dazu, die zwischen beidem liegt.
Der Bike-Service Standard kostet bei uns 39 Euro. In der Regel ist ein Rad innerhalb von 24 Stunden wieder fertig. Dauert es länger, bekommst Du ein Leihrad, damit Du in der Zwischenzeit nicht stehen bleibst.
Lohnt sich das Aufrüsten für Dein Rad?
Wenn Dein Schaltwerk sauber funktioniert, gibt es keinen Grund, es zu tauschen. Die S-Serie ist keine Neuerfindung des Schaltens, sondern ein Ersatz für Gruppen, die es so nicht mehr gibt. Interessant wird sie in zwei Fällen: Das Schaltwerk ist hin, oder Du willst von einer Einstiegsgruppe eine Stufe nach oben. Im ersten Fall entscheidet der Preis, im zweiten der Unterschied zwischen S100 und S200.
Die genannten Beträge sind die Preise aus der Vorstellung im April 2026. Was ein Teil heute tatsächlich kostet und wie lange es dauert, bis es da ist, klären wir gern für Dein Rad. Ruf einfach an: +43 664 243 28 18.




