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Garmin Edge 550 oder 850 – wo die 100 Euro Unterschied liegen

von Das Rad Oberländer3 min Lesezeit

Ein Radcomputer soll zwei Dinge können: unterwegs lesbar bleiben und nicht ständig an die Steckdose müssen. Garmin hat dafür zwei Mittelklasse-Geräte im Programm, die sich Gehäuse und Display teilen und sich nur an wenigen Stellen unterscheiden. Vorgestellt wurden Edge 550 und Edge 850 am 9. September 2025, seitdem sind beide im Handel. Zwischen ihnen liegen 100 Euro – und die Frage, ob Du unterwegs Deine Route ändern willst.

Gleiches Gehäuse, gleiches Display

Beide Geräte messen 54,6 × 92,2 × 16,8 Millimeter und haben ein 2,7 Zoll großes Farb-LC-Display mit 420 × 600 Pixeln. LC steht für Flüssigkristall. Das Display ist hell und gut ablesbar, braucht aber mehr Strom als die MIP-Displays der Vorgängermodelle.

Das zeigt sich an der Laufzeit: bis zu 12 Stunden im intensiven Betrieb, bis zu 36 Stunden im Stromsparmodus. Für eine lange Tagestour reicht das, und für ein Wochenende mit Ladepause zwischendurch ebenfalls. Beide Geräte sind nach IPX7 gegen Regen und kurzes Untertauchen geschützt. Das Edge 850 wiegt rund 113 Gramm, das Edge 550 rund 110 Gramm – ein Unterschied, den man am Lenker nicht spürt.

Wo die 100 Euro Unterschied liegen

Das Edge 850 kostet 549,99 Euro, das Edge 550 kostet 449,99 Euro. Dahinter stecken drei Unterschiede.

  • Bedienung: Das 850 hat Touchscreen und Tasten. Das 550 wird ausschließlich über Tasten bedient.
  • Speicher: 64 Gigabyte beim 850, 32 Gigabyte beim 550.
  • Ausstattung: Nur das 850 hat einen Lautsprecher, der auch als Klingel dient, Garmin Pay zum Bezahlen und eine Routenplanung direkt am Gerät.

Der letzte Punkt ist der entscheidende. Das Edge 550 kann keine Route am Gerät selbst berechnen. Wer spontan umdrehen und sich eine neue Strecke rechnen lassen will, ist mit dem 850 besser bedient. Wer seine Runden ohnehin vorher plant, spart die 100 Euro.

Der Aufpreis beim Edge 850 kauft vor allem eine Sache – die Freiheit, unterwegs die Route zu ändern.

Wie genau die beiden orten

Beide arbeiten mit Multifrequenz-GNSS und empfangen GPS, Galileo und Glonass. Mehrere Frequenzen gleichzeitig zu nutzen hilft dort, wo das Signal an steilen Hängen und unter dichten Bäumen schwächer wird – also in genau dem Gelände, in dem wir hier fahren.

Dazu kommt eine Aufzeichnung mit 5 Hertz, also fünf Positionsmessungen pro Sekunde. Auf der Straße merkt man davon wenig. Auf einem engen Trail, auf dem sich die Richtung im Sekundentakt ändert, sieht die aufgezeichnete Linie damit deutlich sauberer aus.

Enduro und Downhill jetzt auch ohne Spezialgerät

Neu ist, dass beide Geräte eigene Profile für Enduro und Downhill mitbringen. Bisher hatte Garmin die dem Spezialmodell Edge MTB vorbehalten. Wer im Bikepark oder auf Abfahrten unterwegs ist, muss sich für die passende Auswertung also kein zweites Gerät mehr kaufen.

Dazu kommen die Trainingsfunktionen, die Garmin über die ganze Edge-Reihe hinweg anbietet: Stamina schätzt, wie viel Reserve noch da ist. Power Guide teilt die Leistung über eine geplante Strecke ein. ClimbPro zeigt am Anstieg, wie viel Steigung noch vor Dir liegt. An Sicherheitsfunktionen sind Sturzerkennung, LiveTrack und Bike Alarm an Bord. LiveTrack gibt Deinen Standort an Angehörige weiter, Bike Alarm schlägt an, wenn das abgestellte Rad bewegt wird.

Welches Gerät passt zu Deinen Touren?

Fährst Du überwiegend bekannte Runden und planst längere Touren vorher am Rechner oder am Handy, reicht das Edge 550. Es kostet 100 Euro weniger und kann bei Display, Ortung, Laufzeit und Training genau dasselbe. Fährst Du oft in fremder Gegend, änderst unterwegs die Pläne oder willst am Gerät bezahlen können, nimm das Edge 850.

Daneben gibt es weiterhin das Spezialmodell Edge MTB ab rund 400 Euro und das Topmodell Edge 1050 ab rund 750 Euro. Diese beiden Zahlen stammen aus einer Übersicht mit Stand 31. Mai 2026. Alle genannten Preise sind Listen- und Richtpreise, im Handel kann das abweichen.

Daniel Oberländer

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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