Campagnolo hat Ende April 2026 die Record 13 vorgestellt. Sie steht eine Stufe unter der Super Record 13, ist elektronisch und kommt ohne Kabel aus. Der Funktionsumfang bleibt derselbe, gespart wird am Material. Wenn Du mit einer italienischen Gruppe liebäugelst, ist das die Variante, bei der die Frage überhaupt erst interessant wird.
Was am 29. April vorgestellt wurde
Die Gruppe kommt in vier Ausbaustufen und deckt damit Rennrad und Gravel ab. Die Eckdaten:
- Vier Varianten: Road 2×13, Allroad 2×13, Road 1×13 und Gravel 1×13.
- Gewichte: rund 2.783 Gramm für die Record 2×13, rund 2.777 Gramm für die Record X 1×13 fürs Gravel.
- Kassetten fürs Rennrad mit 10-33 oder 11-36 Zähnen.
- Kassette fürs Gravel mit 10-48 Zähnen, optional die 9-42 aus der Super Record.
- Preise ab 2.699 Euro für die Road 2×13 und ab 2.129 Euro für die Gravel 1×13, Stand der Vorstellung im April 2026.
An Serienrädern soll die Record 13 laut Quelle ab 2027 breiter verfügbar sein. Was das für einzelne Modelle bedeutet, sagen uns die Hersteller erst mit ihren Ausstattungslisten.
Der Unterschied zur Super Record steckt im Material
Elektronik und Funktionsumfang sind mit der Topgruppe identisch. Anders sind die Werkstoffe. An den Schaltwerksarmen, den Kurbelarmen und den Bremsschellen sitzt Carbon-Composite statt Vollcarbon. Unterm Strich wiegt die Record 13 dadurch rund 320 bis 350 Gramm mehr als die Super Record 13.
Das ist eine übersichtliche Rechnung. 320 bis 350 Gramm sind am Rad nicht nichts, aber sie sind das Einzige, was Du gegenüber der Topgruppe aufgibst. Ob Dir diese Differenz den Aufpreis wert ist, entscheidest am Ende Du und nicht das Datenblatt.
Zwischen Record 13 und Super Record 13 liegen Gramm, keine Funktionen.
Was dreizehn Ritzel ändern
Dreizehn Ritzel hinten bedeuten nicht automatisch mehr Bandbreite. Sie geben Dir die Wahl. Entweder mehr Spreizung zwischen dem leichtesten und dem schwersten Gang oder engere Sprünge zwischen den Gängen bei gleicher Spreizung. Die Kassette mit 10-33 Zähnen ist die enge Variante fürs Rennrad, 11-36 die mit mehr Reserve am Berg.
Am Gravel geht es mit 10-48 Zähnen deutlich weiter hinauf. Wer die Sprünge lieber enger mag, nimmt die 9-42 aus der Super Record. Vorne gibt es für die einfachen Varianten acht Einzelkettenblätter von 38 bis 52 Zähnen, für die zweifachen sieben Kombinationen von 45/29 bis 55/39.
Kurbellänge und Übersetzung gehören zur Sitzposition
Die Kurbelarme gibt es in 165, 170 und 172,5 Millimetern. Die Länge verändert den Bogen, den Dein Bein bei jeder Umdrehung beschreibt, und damit auch die Sitzposition darüber. Genau deshalb entscheidet man das nicht nach Gefühl im Katalog, sondern am vermessenen Rad. Beim Bikefitting mit Laservermessung sehen wir, welche Kurbellänge zu Deinen Proportionen passt, bevor eine Gruppe bestellt wird.
Die Übersetzung hängt am Gelände. Wer hier in der Gegend fährt, hat selten lange flache Strecken am Stück, und der leichteste Gang entscheidet darüber, ob eine Runde Spaß macht oder zur Arbeit wird. Zwei Kettenblätter geben feinere Abstufung, eines vorne spart Gewicht und Bedienung. Beides ist vertretbar, nur eben nicht für jeden dasselbe.
Für wen die Record 13 wirklich in Frage kommt
Ehrlich gesagt: für eine überschaubare Gruppe. Ab 2.129 Euro für die Gravel-Variante und ab 2.699 Euro fürs Rennrad reden wir über eine Anschaffung, die sich über Fahrleistung nicht rechnet, sondern über den Anspruch an das Rad. Wer viel fährt, Wert auf die Bedienung von Campagnolo legt und ein Rad aufbaut, das lange bleiben soll, findet hier die Technik der Topgruppe zu einem geringeren Preis.
Wilier ist eine der Marken, die wir führen, und damit ist das Thema bei uns nicht theoretisch. Ob eine Record 13 an ein bestimmtes Rad passt, hängt vom Rahmen, von der Lieferbarkeit und davon ab, was der Hersteller ab Werk vorsieht. Das klären wir vor einer Bestellung, nicht danach. Ruf an unter +43 664 243 28 18 oder komm in St. Stefan vorbei, dann gehen wir die Möglichkeiten durch.




