Continental hat den Grand Prix im September 2026 um eine Breite von 32 Millimetern ergänzt. Neu ist das bei der Variante für klassische Schläuche, die bisher bei 30 Millimetern endete. Wenn Dein Rennrad auf rauem Asphalt hart und laut wirkt, ist mehr Reifenvolumen der naheliegende erste Schritt.
Was genau dazugekommen ist
Der Grand Prix ist der Reifen, der mit Schlauch gefahren wird. Bisher gab es ihn in 28 und 30 Millimetern. Seit September steht 32 Millimeter daneben. Die tubeless-ready Variante Grand Prix TR, die ohne Schlauch mit Dichtmilch läuft, war in 32 Millimetern schon vorher zu haben.
Am Aufbau ändert sich nichts: dreilagige Karkasse mit der BlackChili-Gummimischung. Die Karkasse ist das Gewebe unter dem Gummi. Sie bestimmt, wie sich der Reifen unter Last verformt. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt laut BikeRadar mit Stand 15. September 2026 bei 45,95 Euro und damit auf demselben Niveau wie die schmaleren Breiten. Velomotion nennt mit Stand 18. September zusätzlich eine Tanwall-Variante, also die Ausführung mit hellen Flanken, und meldet Verfügbarkeit bei ausgewählten Händlern.
Eine Angabe fehlt: Gewichte hat Continental zu dieser Breite nicht veröffentlicht. Wer jedes Gramm mitrechnet, muss also noch warten.
Warum die Reifen gerade breiter werden
Continental begründet den Schritt ausdrücklich mit der Nachfrage nach breiteren Allround-Reifen. Der Gedanke dahinter ist schlicht. Ein breiterer Reifen fasst mehr Luft und lässt sich deshalb mit weniger Druck fahren. Weniger Druck heißt, dass der Reifen die Unebenheiten schluckt und nicht Dein Handgelenk.
Der Reifen ist das einzige Federelement, das an jedem Rennrad serienmäßig sitzt.
Passt 32 Millimeter überhaupt in Dein Rad?
Das ist die Frage vor dem Kauf. Zwischen Reifen, Rahmen, Gabel und einem eventuellen Schutzblech muss Platz bleiben, auch wenn sich Dreck und Nässe sammeln. Wie viel Reifen ein Rahmen freigibt, steht in der Herstellerangabe zum jeweiligen Rad. Dazu kommt die Felge: Derselbe Reifen baut auf einer schmalen Felge anders auf als auf einer breiten.
Zwei Millimeter mehr Nennbreite klingen nach wenig. Die aufgedruckte Breite ist aber nur ein Richtwert. Was der Reifen auf Deiner Felge tatsächlich misst, kann davon abweichen. Deshalb gilt: nachmessen statt schätzen. Wenn der Rahmen nur 28 Millimeter freigibt, bleibt es bei 28. Da hilft kein Reifen der Welt.
Mit Schlauch oder ohne?
Die 32 Millimeter gibt es jetzt in beiden Welten. Der Grand Prix läuft mit Schlauch, der Grand Prix TR ohne, dafür mit Dichtmilch im Reifen. Tubeless setzt voraus, dass Felge und Laufrad dafür ausgelegt sind. Der Umstieg ist also kein Reifenwechsel, sondern eine kleine Umbaufrage.
Wer mit Schlauch zufrieden ist, hat jetzt schlicht eine Breite mehr zur Auswahl, ohne das System zu wechseln. Genau das ist das Interessante an dieser Meldung: Du kannst mehr Volumen fahren, ohne an Deinen Laufrädern etwas zu ändern.
Wann sich der Wechsel für Dich auszahlt
Wenn Deine Reifen ohnehin abgefahren sind, ist die Entscheidung leicht. Dann kostet Dich die breitere Variante laut der aktuellen Preisempfehlung nicht mehr als die schmalere, und Du bekommst Volumen dazu.
Wenn Deine Reifen noch gut sind, würden wir es vom Einsatz abhängig machen. Fährst Du lange Touren auf Straßen, die im Lavanttal und in der Weststeiermark nicht überall frisch asphaltiert sind, dann merkst Du den Unterschied. Fährst Du hauptsächlich kurze, schnelle Runden auf gutem Belag, kannst Du den Wechsel in Ruhe auf den nächsten Reifensatz legen.
Eines gehört noch dazu: Ein breiterer Reifen bringt seinen Vorteil nur, wenn Du den Druck anpasst. Welcher Wert zu Dir passt, hängt von Deinem Gewicht, von der Felge und vom Untergrund ab. Darüber reden wir am besten gleich beim Reifenwechsel, telefonisch unter +43 664 243 28 18 oder bei uns in der Werkstatt.




