DT Swiss hat Ende Juli 2026 seine Alu-Laufradsätze der 1800er-Serie erneuert. Alle drei Linien bekommen mehr Innenweite, zwei davon werden spürbar leichter, und für Gravelbikes gibt es eine Variante mit Nabendynamo. Interessant ist das für alle, die ihr Rennrad, Gravelbike oder Reiserad aufrüsten wollen, ohne gleich zu Carbon zu greifen.
Warum die Felgen innen breiter werden
Die Maulweite ist der Abstand zwischen den Felgenflanken innen, also die Breite, auf der der Reifen steht. Wird sie größer, stützt die Felge einen breiten Reifen besser ab und lässt ihn weniger in die Kurve kippen. Da die Reifenbreiten in den letzten Jahren gewachsen sind, ziehen die Felgen nach.
Genau das hat DT Swiss gemacht. Der Aero-Satz kommt auf 22 Millimeter Maulweite, der Endurance-Satz auf 24 und der Gravel-Satz auf 26. Dazu passen unterschiedliche Felgenhöhen: 30 Millimeter beim Aero-Modell, 20 Millimeter bei Endurance und Gravel.
Vier Sätze, ein Preis
Die Meldung vom 30. Juli 2026 nennt vier Varianten, und alle kosten dasselbe: 399 Euro.
- A 1800 Spline DB, der Aero-Satz: 22 Millimeter Maulweite, 30 Millimeter Felgenhöhe, ab 1.824 Gramm, Systemgewicht 130 Kilo.
- E 1800 Spline DB, der Endurance-Satz: 24 Millimeter Maulweite, 20 Millimeter Felgenhöhe, 1.627 Gramm und damit 137 Gramm leichter als der Vorgänger, Systemgewicht 120 Kilo.
- G 1800 Spline DB, der Gravel-Satz: 26 Millimeter Maulweite, 20 Millimeter Felgenhöhe, rund 1.681 Gramm und 154 Gramm leichter als bisher, Systemgewicht 130 Kilo.
- G 1800 Classic DB: 28 J-Bend-Speichen, dreifach gekreuzt, ab 1.858 Gramm, Systemgewicht 150 Kilo.
J-Bend meint die klassische Speiche mit gebogenem Kopf. Alle vier Sätze laufen auf Naben der 370er-Serie mit dem Ratchet-LN-Freilauf und 36 Zähnen. Beim Ratchet-System greifen zwei gezahnte Scheiben ineinander, statt dass einzelne Sperrklinken einrasten. 36 Zähne bedeuten einen kurzen Leerweg, bis der Antrieb nach einer Tretpause wieder greift.
Der Dynamo für alle, die im Dunkeln heimfahren
Die Gravel-Varianten gibt es auf Wunsch mit Nabendynamo, einem Shutter Precision PL-7 mit 6 Volt und 3 Watt. Ein Nabendynamo erzeugt den Strom fürs Licht direkt im Vorderrad. Es gibt also keinen Akku, der ausgerechnet dann leer ist, wenn es im Herbst früh dunkel wird.
Für den Weg zur Arbeit im Lavanttal und für alle, die nach Feierabend noch eine Runde drehen, ist das der eigentliche Punkt an dieser Neuvorstellung. Ein Laufradsatz, den man auch bei Dämmerung fahren kann, ohne vorher an etwas denken zu müssen.
Das Systemgewicht geht gern unter
Das Systemgewicht ist die Summe aus Fahrer, Rad und Gepäck, für die ein Laufradsatz freigegeben ist. Bei diesen vier Sätzen liegen die Werte weit auseinander: 120 Kilo beim Endurance-Modell, 130 Kilo bei Aero und Gravel, 150 Kilo beim G 1800 Classic.
Wer mit Taschen auf Reise geht, ist bei 120 Kilo schneller am Limit, als es zunächst aussieht. Rad, Gepäckträger, zwei volle Taschen und Verpflegung summieren sich. Der Classic-Satz ist deshalb der Kandidat fürs beladene Rad, auch wenn er mit ab 1.858 Gramm der schwerste der vier ist. Leichter ist eben nicht automatisch passender.
Beim Laufradsatz zählt neben dem Gewicht auch, wie viel er tragen darf.
Passt so ein Satz an Dein Rad?
Achsmaß, Bremsaufnahme und Freilaufkörper müssen zu Deinem Rahmen und zu Deiner Schaltung passen. Welche Varianten es dafür gibt, klären wir für Deinen konkreten Fall, bevor irgendetwas bestellt wird. Am einfachsten geht das mit dem Rad vor Ort oder telefonisch unter +43 664 243 28 18.
Und noch ein Hinweis, bevor Du neue Laufräder kaufst: Wenn die alten schwer laufen oder eiern, muss das kein Fall für einen neuen Satz sein. Manchmal ist es Lagerspiel, manchmal eine lockere Speiche. Der Bike-Service Standard kostet bei uns 39 €, und in der Regel ist das Rad innerhalb von 24 Stunden wieder fertig.




