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Thule Epos mit ParkSecure – ein Träger, der beim Einparken warnt

von Das Rad Oberländer4 min Lesezeit

Zwei E-Bikes am Heck und rückwärts in eine Parklücke – da siehst Du nichts. Thule hat dafür ParkSecure entwickelt, ein Sensorsystem direkt am Träger. Die Eurobike-Jury hat es 2026 mit Gold ausgezeichnet, und im Kupplungsträger-Test von AUTO BILD landete der dazugehörige Epos auf Platz eins. Zusammen ergibt das einen brauchbaren Überblick, falls heuer ein Träger fällig ist.

Warum der Heckträger beim Einparken stört

Ein Kupplungsträger mit zwei Rädern baut weit nach hinten. Die Parksensoren des Autos sitzen in der Stoßstange und melden, sobald der Träger montiert ist, vor allem den Träger selbst. Viele schalten sie deshalb ab. Danach schätzt man den Abstand zur Wand oder zum Auto dahinter – und zwischen Stoßstange und Hindernis hängen zwei Räder, die niemand anschlagen will.

Was ParkSecure macht und was der Gold Award bedeutet

Am Träger sitzen Abstandssensoren, die die Umgebung abtasten. Gekoppelt sind sie per Funk mit einer kleinen Box im Auto, die über USB mit Strom versorgt wird. Beim Rückwärtsfahren warnt diese Box akustisch und sichtbar. Am Fahrzeug selbst wird dafür nichts verkabelt und nichts nachgerüstet.

Der Eurobike Award ist der Produktpreis der Fahrradmesse Eurobike. 2026 gab es insgesamt 22 Preisträger, sieben davon in Gold. Der Thule Epos mit ParkSecure ist einer dieser sieben. Ein Award ist kein Dauertest, und er sagt nichts darüber, wie sich ein Produkt nach drei Jahren Streusalz verhält. Als Hinweis darauf, was in der Branche gerade als gelöst gilt, taugt er trotzdem.

Was der Epos trägt und was er kostet

Der Epos ist ein Träger für die Anhängerkupplung und in Varianten für zwei oder drei Räder erhältlich. Die Greifarme lassen sich ohne Werkzeug ausziehen. Die Zahlen, die beim Zusammenpassen entscheiden:

  • Reifen bis 3,2 Zoll Breite
  • Radstand bis 1.350 mm
  • Laufradgrößen bis 29 Zoll
  • 25 cm Abstand zwischen den Rädern
  • E-Bikes bis 30 kg je Rad

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 1.130 Euro für die Version mit zwei Rädern und rund 1.280 Euro für drei. ParkSecure kostet rund 370 Euro Aufpreis. Wer zusätzlich Gepäck mitnehmen will, kann direkt am Träger eine Thule-Santu-Box mit 260 Litern montieren.

Die Zahl, an der es am ehesten scheitert, ist die Zuladung je Rad. 30 Kilogramm klingen nach viel. Ein E-Mountainbike mit großem Akku kommt dem aber näher, als die meisten schätzen – und der Radstand, also der Abstand zwischen den beiden Achsen, wird bei langen Trekking- und Lastenrädern schnell zum zweiten Stolperstein.

Ein Träger gehört zur Ladungssicherung und muss zum Gewicht Deines Rads passen.

Was der Test von AUTO BILD sagt

AUTO BILD hat am 6. August 2026 dreizehn Kupplungsträger getestet. Testsieger wurde der Thule Epos 978 mit der Note 1,0, also sehr gut, bei einem Straßenpreis von rund 882 Euro. Gelobt wurden die Verarbeitungsqualität und die sehr feste Fixierung. Ob am getesteten Träger das Sensorsystem montiert war, geht aus der Testmeldung nicht hervor.

Wer weniger ausgeben will, findet im selben Test eine Alternative. Preis-Leistungs-Sieger wurde der Eufab Premium II für rund 315 Euro mit der Note 1,5. Der Abstand zwischen den beiden Preisen ist groß genug, dass sich die ehrliche Frage lohnt: Wie oft fährt der Träger im Jahr tatsächlich mit?

Lohnt sich der Aufpreis für Dich?

Das hängt weniger am Träger als an Deinem Alltag. Wer zweimal im Jahr in den Urlaub fährt und dort parkt, wo Platz ist, kommt ohne Sensoren aus. Wer jedes Wochenende mit zwei E-Bikes am Heck in enge Hofeinfahrten oder Tiefgaragen zurücksetzt, kauft sich mit rund 370 Euro Aufpreis Ruhe gegen genau den Schaden, der teuer wird – am Rad und am Auto dahinter.

Vor dieser Entscheidung steht aber die Grundrechnung: zulässige Stützlast der Anhängerkupplung, Gewicht der Räder, Radstand, Reifenbreite. Passt das nicht zusammen, hilft auch die beste Warnbox nichts. Eine dieser Zahlen steht in den Fahrzeugunterlagen, die anderen drei ermittelst Du am Rad selbst. Was rechtlich gilt, wenn der beladene Träger die Kennzeichentafel verdeckt, ist ein Thema für sich – und in Österreich nicht so geregelt, wie viele vermuten.

Daniel Oberländer

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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