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Wohin mit dem alten E-Bike-Akku und was 2027 dazukommt

von Das Rad Oberländer3 min Lesezeit

Drei gebrauchte E-Bike-Akkus auf der Werkbank, einer wird in eine Sammelbox gelegt AI-Modified

Beim E-Bike-Akku ändert sich gerade gleich zweimal etwas. Seit 1. April 2026 werden Akkus von E-Bikes und E-Scootern in Österreich getrennt gesammelt. Und ab 18. Februar 2027 braucht jeder neu in Verkehr gebrachte Akku dieser Art einen digitalen Batteriepass. Beides klingt nach Verwaltung, hat aber sehr praktische Folgen – für die Entsorgung und für den nächsten Radkauf.

Warum der Akku ein eigenes Fass bekommen hat

Die getrennte Sammlung läuft seit 1. April 2026 und gilt für Akkus aus leichten Verkehrsmitteln: E-Bikes, E-Scooter, E-Skateboards, Golftrolleys und Rollstühle. Bis Ende 2026 sollen alle 1.470 österreichischen Altstoffsammelzentren ein eigenes Gefäß dafür haben.

Dieses Gefäß ist ein 60-Liter-Metallfass mit der Kennzeichnung LV, also leichte Verkehrsmittel. Es hat Belüftungsöffnungen und ist mit Vermiculit gefüllt, einem mineralischen Schüttgut. Der Grund dafür ist Brandschutz: Lithium-Ionen-Akkus können im Brandfall bis zu 1.400 Grad Celsius erreichen und sind schwer zu löschen. Ein E-Bike-Akku ist eben etwas anderes als eine leere Stabbatterie aus der Fernbedienung.

Was die Rückgabe kostet

Nichts. Die Rückgabe bleibt in haushaltsüblichen Mengen bis 25 Kilogramm kostenlos. Und Du musst dafür nicht zwingend ins Altstoffsammelzentrum fahren: Auch der Fachhandel ist zur kostenlosen Rücknahme von Altbatterien verpflichtet. Du kannst Deinen alten Akku also auch bei uns in St. Stefan abgeben.

Wichtig ist vor allem, dass er nicht im Restmüll landet. Dafür gibt es seit April das eigene Gefäß.

Der Batteriepass ab Februar 2027

Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 teilt Batterien in fünf Kategorien ein. Akkus von E-Bikes und E-Scootern fallen unter die LV-Batterien. Ab 18. Februar 2027 gilt für diese Kategorie – neben Elektrofahrzeugbatterien und Industriebatterien über 2 kWh – der digitale Batteriepass.

Der Pass wird über einen QR-Code zugänglich gemacht und enthält unter anderem eine eindeutige Kennung, das Batteriemodell, die Zusammensetzung und Informationen zur Zerlegung. Praktisch heißt das: Wer den Akku in einigen Jahren tauschen oder recyceln soll, findet die nötigen Angaben am Akku selbst und nicht in einem Datenblatt, das es dann vielleicht nicht mehr gibt.

Am selben Tag greift Artikel 11 der Verordnung, der Entfernbarkeit und Austauschbarkeit regelt. Bei LV-Batterien muss der Tausch zumindest durch Fachpersonal möglich sein. Ein fest verbauter Akku, an den niemand herankommt, wird damit zum Auslaufmodell.

Wie lange das ganze Rad fährt, hängt daran, ob sich der Akku tauschen lässt.

Zur Einordnung der Größenordnung: Die Sammelziele für LV-Batterien liegen bei 51 Prozent bis 2028 und 61 Prozent bis 2031. Und es geht um viele Akkus. 2024 wurden in Österreich rund 226.000 E-Bikes verkauft, 2019 waren es 171.000.

Worauf Du beim nächsten E-Bike achten solltest

Ein E-Bike ist so lange brauchbar, wie es einen Akku dafür gibt. Rahmen und Laufräder halten meist länger als die Elektronik. Deshalb gehören beim Kauf zwei Fragen dazu, die selten gestellt werden: Wie lange liefert der Hersteller Ersatzakkus für dieses Modell? Und lässt sich der Akku tauschen, ohne das halbe Rad zu zerlegen?

Bei den Marken, die wir führen, fragen wir das für Dich beim Hersteller nach. Ab Februar 2027 wird die Antwort einfacher, weil der Batteriepass die Angaben mitliefert. Bis dahin hilft nur nachfragen.

Und wenn der alte Akku schon in der Garage steht und niemand weiß, wohin damit: Bring ihn vorbei oder ruf vorher an unter +43 664 243 28 18. Wir sagen Dir, wie die Übergabe abläuft.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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