Die Weinebene liegt auf 1.668 Metern und verbindet Frantschach-St. Gertraud in Kärnten mit Deutschlandsberg in der Steiermark. Für alle, die im Lavanttal Rennrad fahren, ist sie das naheliegendste Trainingsziel. Drei Auffahrten sind dokumentiert: eine von Kärntner Seite, zwei von steirischer. Sie unterscheiden sich in Länge, Höhenmetern und Steigung deutlich genug, dass sich die Wahl lohnt.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Frantschach-St. Gertraud (West) oder Deutschlandsberg bzw. Bad Schwanberg (Ost)
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Höhenmeter
1.184 bis 1.345hm
je nach Auffahrt
Startpunkt
Frantschach-St. Gertraud (West) oder Deutschlandsberg bzw. Bad Schwanberg (Ost)
46,75654 N, 15,20043 O
Strecke
18,1 km bis 24 km je nach Auffahrt und Quelle
Untergrund
durchgehend asphaltierte Passstraße
Passendes Rad
Einkehr
Göslerhütte und Hütte Weinofenblick am Pass
Gut zu wissen
Passhöhe 1.668 m, Landesgrenze Kärnten – Steiermark
Die Westauffahrt aus Frantschach-St. Gertraud
Von Kärntner Seite sind es 18,1 Kilometer mit 1.184 Höhenmetern, also 6,5 Prozent im Schnitt. Damit ist die Westrampe die kürzeste der drei und die mit der höchsten Durchschnittssteigung. quäldich.de vergibt für diese Auffahrt den Kennwert QDH 1057.
Für unsere Kundschaft ist das die Rampe vor der Haustür. Frantschach-St. Gertraud erreichst Du von St. Stefan aus durchs Tal, der Pass selbst liegt keine 30 Kilometer vom Geschäft entfernt. Wer nach der Arbeit Höhenmeter sammeln will, braucht dafür keine Autoanreise.
Die beiden Ostauffahrten
Von Deutschlandsberg sind es 22,6 Kilometer und 1.345 Höhenmeter bei 6,0 Prozent Schnitt, Kennwert QDH 1140. Das ist nach dieser Wertung die härteste der drei Auffahrten. Sie hat die meisten Höhenmeter, verteilt sie aber auf mehr Kilometer als die Westrampe.
Von Bad Schwanberg sind es 23,4 Kilometer und 1.304 Höhenmeter bei 5,6 Prozent, Kennwert QDH 991. Das ist die längste und im Schnitt flachste der drei Varianten.
Zu dieser Auffahrt gibt es allerdings eine zweite Zahl. komoot beziffert das Segment ab Bad Schwanberg über Glashütten mit 24 Kilometern und 1.267 Höhenmetern und vermerkt sehr wenig Verkehr. Die beiden Quellen kommen also auf unterschiedliche Werte, vermutlich weil die Streckenführung nicht deckungsgleich ist. Wenn Du nach Zahlen planst, nimm die höhere und freu Dich, wenn es weniger wird.
Bei einer Passauffahrt hilft Dir der richtige kleinste Gang mehr als Kraft.
Welche Rampe für wen
Wer wenig Zeit hat und die Steigung sucht, nimmt die Westauffahrt. Wer gleichmäßiger treten will, fährt von Bad Schwanberg herauf. Deutschlandsberg liegt dazwischen und verlangt von allen dreien die meisten Höhenmeter.
Ein Durchschnittswert sagt dabei nur die halbe Wahrheit. 6,5 Prozent im Schnitt heißen nicht, dass es überall 6,5 Prozent sind. Es heißt, dass sich flachere und steilere Abschnitte zu diesem Wert ausmitteln. Plane Deine Übersetzung deshalb nicht auf den Schnitt, sondern auf die steilste Stelle, die Du Dir zutraust.
Über 1.100 Höhenmeter am Stück verzeihen keinen zu großen kleinsten Gang. Kompaktkurbel, Kassettenwahl, bei E-Rennrad und E-Mountainbike zusätzlich die Frage nach der Reichweite – das sind die Punkte, die vorher geklärt gehören und nicht auf halber Höhe.
Oben am Pass
Am Pass gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten: die Göslerhütte und die Hütte Weinofenblick. Ob und wann sie geöffnet haben, fragst Du am besten vorher direkt bei den Hütten nach. Nimm im Zweifel etwas mit. Im Winter ist die Weinebene ein Skigebiet – rechne auch im Sommer oben mit deutlich kühleren Temperaturen als im Tal.
Der Belag ist auf allen Varianten eine durchgehend asphaltierte Passstraße. Der Zustand der Fahrbahn kann sich über eine Saison ändern. Fahr die erste Abfahrt eines Jahres deshalb mit etwas mehr Abstand zum Limit.
Die Abfahrt gehört zur Planung
Was Du an Höhenmetern hinaufgetreten hast, bringst Du auf derselben Straße wieder hinunter. Über 1.100 bis 1.300 Höhenmeter am Stück bergab sind für die Bremsen der härtere Teil des Tages. Beläge, Bremsflüssigkeit und Laufradzustand prüfen wir Dir vor der Saison durch, das ist schnell erledigt.
Und zieh oben etwas an. Zwischen der Passhöhe auf 1.668 Metern und dem Talboden liegt ein Temperaturunterschied, den man verschwitzt leicht unterschätzt. Wer die Weinebene von Kärntner Seite hinauffährt und auf steirischer Seite hinunter, sollte das zweimal einplanen – für beide Abfahrten des Tages.








