Diese Runde ab Eibiswald ist offiziell als Gravel-Traumtour ausgewiesen. 39 Kilometer, 820 Höhenmeter, rund drei Stunden, Schwierigkeit mittel. Der Weg führt über die Schotterstraßen des Grenzkamms nach Slowenien zum Kaplasee und über den Grenzübergang Kapla zurück. Wer wissen will, wofür ein Gravelbike gebaut wurde, hat hier einen Anwendungsfall zum Nachfahren.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Eibiswald
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
39,0km
Dauerca.
3Stunden
Höhenmeter
820hm
Auf- und Abstieg
Startpunkt
Eibiswald, Kirche
46,68626 N, 15,24516 O
Untergrund
gemischtes Gelände, unter anderem Schotterstraßen und ein Radwegabschnitt
Passendes Rad
Einkehr
Bar Olga in Kapla (Slowenien)
Gut zu wissen
Zwei Grenzübertritte nach Slowenien – Ausweis mitnehmen
Der Verlauf
Start ist die Kirche in Eibiswald. Von dort geht es ostwärts über Hörmsdorf und Feisternitz, dann über Oberlatein hinauf nach St. Pongratzen. Dieser erste Teil bringt rund 400 Höhenmeter Anstieg, also etwa die Hälfte der Tagesration. Oben folgen die Schotterstraßen um den St.-Pongratzen-Kogel bis zum Grenzübergang Oberhaag nach Slowenien. Danach geht es weiter zum Kaplasee, der auch unter dem Namen Odomovo jezero geführt wird. Zurück verläuft die Runde über den Grenzübergang Kapla, durch den Remschnigg hinunter nach Unterhaag und über einen Radweg nach Eibiswald. Der höchste Punkt liegt bei 800 Metern. Die restlichen Höhenmeter verteilen sich auf den weiteren Verlauf, eine einzelne große Rampe ist in der Beschreibung nicht genannt.
Was an der Strecke liegt
Die Tourenbeschreibung nennt mehrere Punkte. Den Aussichtsturm bei der Kirche St. Pongratzen mit Rundumblick. Den Kaplasee. Die Bar Olga im slowenischen Kapla. Dazu Panoramablicke auf Bachern und die steirischen Alpen. Ob die Bar offen hat, wenn Du dort ankommst, klärst Du besser vorher, statt Dich unterwegs darauf zu verlassen. Nimm genug Wasser mit, damit eine Einkehr eine Möglichkeit bleibt und keine Bedingung. Zwischen den beiden Grenzübergängen fährst Du über Schotterstraßen am Kamm, und wie dicht dort versorgt wird, geht aus der Beschreibung nicht hervor.
Schotter bergauf ist eine Frage der Übersetzung, Schotter bergab eine Frage der Reifen.
Warum hier ein Gravelbike passt
Die Beschreibung verlangt ein Gravelbike oder ein Mountainbike für gemischtes Gelände. Der Grund steht im Verlauf: Ein großer Teil der Strecke läuft über Schotterstraßen am Grenzkamm. Auf schmalen Rennradreifen wird daraus eine unruhige Angelegenheit, bergab mehr noch als bergauf. Ein Gravelbike hat die Reifenfreiheit dafür und bleibt auf den Asphaltkilometern trotzdem schnell. Ein Mountainbike ist die ruhigere Wahl, wenn Du Dich auf losem Untergrund noch unsicher fühlst, kostet Dich auf den flachen Abschnitten aber Tempo. Bei 820 Höhenmetern lohnt außerdem ein Blick auf die Übersetzung. Eine zu große Abstufung merkst Du im Schotteranstieg sofort, weil Du den Tritt nicht rund halten kannst und das Hinterrad durchdreht. Der zweite Punkt sind die Reifen. Auf Schotter entscheidet die Breite darüber, wie viel Luftdruck Du fahren kannst, und der Luftdruck entscheidet darüber, wie viel Halt Du in der Kurve hast. Wer mit dem Rennrad-Reflex unterwegs ist und acht Bar aufpumpt, verschenkt auf dieser Runde beides: Grip und Komfort.
Was Du vor der Fahrt klärst
Zwei Dinge gehören auf die Liste. Erstens der Ausweis. Die Runde überquert zweimal die Grenze, und ohne Papiere im Trikot wird das unnötig kompliziert. Dazu Handy, Werkzeug und Verpflegung: Für drei Stunden mit zwei Grenzübertritten reicht eine Trikottasche kaum aus, und ein Rad mit Befestigungspunkten für eine Rahmen- oder Oberrohrtasche nimmt Dir diese Frage ab. Zweitens der Zustand von Rad und Strecke. Hol Dir einen aktuellen Track, sieh Dir die Wettervorhersage an und rechne damit, dass Schotter nach Regen anders arbeitet als in der Sonne. Was wir dagegen beurteilen können, ist Dein Rad: ob Reifen, Bremsbeläge und Schaltung einen Tag mit 820 Höhenmetern auf losem Untergrund durchhalten. Dafür brauchst Du nur einen Termin in unserer Werkstatt in St. Stefan. Eibiswald erreichst Du aus dem Lavanttal über die Soboth, mit dem Auto ebenso wie sportlich auf zwei Rädern.








