Beim E-Bike geht es irgendwann immer ums Gewicht. Nicht beim Fahren – da schiebt der Motor. Sondern davor und danach: beim Tragen über die Kellertreppe, beim Heben auf den Heckträger, beim Rangieren im engen Hausflur. Riese & Müller zeigt für das Modelljahr 2027 mit dem Veya eine neue Plattform, die laut Hersteller ab 19,8 Kilogramm beginnt.
Warum die 20-Kilo-Marke so ernst genommen wird
Ein Kilo mehr oder weniger spürst Du auf der Tour kaum. Dafür ist der Antrieb da. Spürbar wird das Gewicht in den Momenten ohne Motor: beim Anheben, beim Umsetzen, beim Wuchten auf den Träger und beim Zirkeln um die Kellerecke. Genau dort entscheidet sich häufig, ob ein E-Bike im Alltag benutzt wird oder stehen bleibt.
Das Veya ist die erste Plattform von Riese & Müller, die in diese Richtung gebaut ist. Der Rahmen besteht aus Aluminium und ist als Diamantrahmen und als Tiefeinsteiger zu haben, letzterer heißt Veya Open. Das maximal zulässige Gesamtgewicht liegt bei 140 Kilogramm. Darin sind Rad, fahrende Person und Gepäck zusammengerechnet.
Das Gewicht eines E-Bikes spürst Du beim Tragen, kaum beim Fahren.
Vier Ausbaustufen, vier verschiedene Motoren
Das Veya kommt in vier Varianten. Sie unterscheiden sich vor allem im Antrieb:
- light mit dem Bosch Performance Line SX
- silent mit dem Bosch Performance Line PX
- vario mit dem Bosch Performance Line CX
- touring HS mit dem Bosch Performance Line Speed, also als S-Pedelec
Die letzte Variante verdient einen zweiten Blick. Ein S-Pedelec unterstützt bis 45 km/h und gilt in Österreich nicht als Fahrrad, sondern als Kraftfahrzeug. Daran hängen Kennzeichen, Versicherung, Helmpflicht und Führerschein, und der Radweg ist tabu. Was davon in Deinem Fall konkret gilt, sagt Dir die Behörde verbindlich. Wir gehen die Punkte vor dem Kauf mit Dir durch.
Der Akku ist die eigentliche Stellschraube
Serienmäßig sitzt ein Akku mit 360 Wattstunden im Rahmen. Wattstunden sind das Maß für den Energieinhalt: mehr Wattstunden bedeuten in der Regel mehr Reichweite, aber auch mehr Gewicht. Wer weiter fahren will, kann auf eine Bosch PowerTube mit 600 Wattstunden aufrüsten. Als Zubehör gibt es zusätzlich den Bosch PowerMore 250, einen Range Extender – also einen kleinen zweiten Akku, der am Rahmen mitfährt.
Wie weit ein Veya damit tatsächlich kommt, hängt an Strecke, Gesamtgewicht, Reifendruck, Temperatur und Unterstützungsstufe. Sinnvoll wird die Rechnung erst, wenn wir wissen, wo Du fährst.
Preis, Termin und was noch offen ist
Der Einstiegspreis liegt bei 4.399 Euro. Dieser Stand stammt aus den Veröffentlichungen von August und September 2026. Was die einzelnen Ausbaustufen kosten und wie sie im Detail ausgestattet sind, steht noch nicht fest. Das sagt uns der Hersteller erst mit der endgültigen Preisliste. Der Marktstart ist für Februar 2027 angekündigt, also für das erste Quartal.
Fahren kann man das Veya heute also noch nicht. Wer für das Frühjahr 2027 ein leichtes E-Bike plant, sollte das Thema trotzdem früh ansprechen. Liefertermine und Vorbestellungen klären wir, sobald die Unterlagen da sind.
Passt ein leichtes E-Bike überhaupt zu Dir?
Wenn auf Deinem Weg zum Rad Stufen, ein Heckträger oder ein enger Kellerabgang liegen, ist das Veya für genau diesen Punkt gebaut. Auch für kürzere Alltagsstrecken, bei denen ein großer Akku vor allem zusätzliches Gewicht bedeutet, ergibt ein leichtes E-Bike Sinn.
Fährst Du dagegen lange Touren mit Gepäck, ziehst regelmäßig einen Anhänger oder brauchst im Steilen den kräftigsten Antrieb, bist Du mit einem der schweren Tourenmodelle besser bedient. Diese Abwägung lässt sich in zehn Minuten am Telefon klären: +43 664 243 28 18. Wir sagen Dir auch, wenn Dein aktuelles Rad noch ein paar Jahre vor sich hat.




