Die MTB 10 startet am Bahnhof Wolfsberg und führt über 31,5 Kilometer und 970 Höhenmeter zum Bischofeck auf 1.391 Metern. Anders als viele Lavanttaler Mountainbikerouten läuft sie knapp zur Hälfte über Naturwege. Sie ist als schwer eingestuft, hat geregelte Befahrungszeiten und zwei Passagen, die als technisch anspruchsvoll gelten. Wer sie fahren will, sollte alle drei Punkte vorher kennen.
Deine Tour im Überblick
Bahnhof Wolfsberg
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
31,5km
Dauerca.
4:00h
Aufstieg
970hm
Abstieg
970hm
Startpunkt
Bahnhof Wolfsberg
46,84351 N, 14,83879 O
Untergrund
- Naturweg49,6 %
- Straße48 %
- Pfad/Trail2,4 %
Passendes Rad
Saison
Befahrungszeiten geregelt: 1. Mai bis 31. August 9:00–19:00 Uhr, 1. September bis 31. Oktober 9:00–17:00 Uhr (Angaben mit Stand 19.09.2026, vor der Fahrt beim Tourismusverband Wolfsberg prüfen)
Einkehr
Kogelhütte „Mei Hoamat“, Hotel Torwirt, Hotel Hecher, Friesacherhof
Gut zu wissen
Zwei kurze Passagen im letzten Streckendrittel gelten als technisch anspruchsvoll.
Der Verlauf
Vom Bahnhof Wolfsberg geht es nach St. Jakob und über den Weißenbach nach St. Margarethen. Weiter über Oberleidenberg und die Bergstraße bis zum Abzweig Baumgartner, von dort auf dem Alpenvereinsweg 333 hinauf zum Bischofeck. Zurück führt die Runde über Prebl und entlang des Auenbachs.
Der tiefste Punkt liegt bei 459 Metern, der höchste bei 1.391 Metern am Bischofeck. Aufstieg und Abstieg sind mit jeweils 970 Höhenmetern angegeben, die Fahrzeit mit rund vier Stunden. Das ist eine Tagestour, keine Feierabendrunde.
Befahrungszeiten und wie sie zustande kamen
Die Befahrung dieser Strecke ist zeitlich geregelt: vom 1. Mai bis 31. August von 9:00 bis 19:00 Uhr, vom 1. September bis 31. Oktober von 9:00 bis 17:00 Uhr. Stand dieser Angaben ist der 19. September 2026. Sieh vor der Fahrt beim Tourismusverband Wolfsberg nach, ob sie noch gelten – solche Regelungen ändern sich, und die Strecke liegt auf privatem Grund.
Betreiber der Route ist der Tourismusverband Wolfsberg, die Instandhaltung liegt bei den Grundeigentümern. Laut offizieller Beschreibung ist die Strecke beschildert, einzelne Viehsperren wurden mit Gattern versehen.
Dass hier legal gefahren werden darf, ist das Ergebnis einer langen Verhandlung. Sechs Jahre dauerte die Legalisierung. Knackpunkt waren Haftungsvereinbarungen mit rund 14 Grundeigentümern über zwei Weggenossenschaften, gelöst wurde das über Versicherungsverträge mit dem Land Kärnten.
Das erklärt, warum Befahrungszeiten kein Vorschlag sind und warum es im Lavanttal so wenige offiziell freigegebene Naturwege gibt. Wer sich daran hält, hält die Strecke offen.
Diese Runde ist nicht einfach da – sie ist sechs Jahre lang verhandelt worden, und die Befahrungszeiten sind der Preis dafür.
Wie anspruchsvoll die Strecke ist
Die Einstufung lautet schwer. Zwei kurze Passagen im letzten Streckendrittel gelten als technisch anspruchsvoll, also genau dann, wenn die Konzentration nach mehreren Stunden nachlässt. Der Belag verteilt sich auf 49,55 Prozent Naturweg, 48,01 Prozent Straße und 2,42 Prozent Pfad und Trail. Der Trailanteil ist mit 764 Metern klein, aber er ist da.
Einen Helm setzen wir auf dieser Runde voraus. Handschuhe und eine Brille sind auf Naturwegen mit losem Material keine Übervorsicht, sondern das Mindeste. Und die Bremsen sollten vor 970 Höhenmetern Abstieg in einem Zustand sein, über den man nicht nachdenken muss.
Welches Rad dafür passt
15,6 Kilometer Naturweg und 970 Höhenmeter am Stück sind das Einsatzprofil eines Mountainbikes, nicht das eines Trekkingrads. Federweg, Reifenbreite und Bremskraft entscheiden hier darüber, ob die letzten Kilometer Fahren oder Aushalten sind. Mit einem E-Mountainbike wird aus der Auffahrt eine andere Aufgabe – die technischen Stellen bleiben aber dieselben, das Mehrgewicht spürst Du dort sogar deutlicher.
Welche Kategorie zu Dir passt, hängt weniger vom Preis ab als davon, wie oft Du solche Runden fährst und wie lange Du auf dem Rad sitzt. Vier Stunden decken jede Fehlstellung in der Sitzposition auf. Wenn Du unsicher bist, reden wir darüber, bevor Du ein Rad mitnimmst – bei Bedarf mit Laservermessung im Bikefitting.
Bevor Du das erste Mal hinauffährst
Die Anreise ist unkompliziert, weil die Runde am Bahnhof Wolfsberg beginnt. Einkehrmöglichkeiten an oder nahe der Strecke sind unter anderem die Kogelhütte „Mei Hoamat“, das Hotel Torwirt, das Hotel Hecher und der Friesacherhof – ob geöffnet ist, fragst Du am besten direkt dort nach.
Plane die vier Stunden ehrlich, nicht optimistisch, und lege den Start so, dass Du innerhalb der freigegebenen Zeiten unterwegs bist. Der Rest ist Vorbereitung am Rad, und die machen wir gerne mit Dir zusammen – wir sind in St. Stefan, im selben Bezirk wie der Startpunkt.






