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Trails & Routen

Lipizzanerheimat mit dem E-Bike: zwei Runden ab Piber und Köflach

von Das Rad Oberländer3 min Lesezeit

Im Bezirk Voitsberg liegen zwei Runden, die beide mit einer ausdrücklichen E-Bike-Empfehlung ausgeschrieben sind: die kurze Hügeltour ab Köflach und die große Lipizzanertour ab dem Gestüt Piber. Die eine ist 33 Kilometer lang und trotzdem fordernd, die andere gut zweieinhalbmal so lang. Zusammen zeigen sie, was ein Motor aus einer Strecke macht, die sonst viele gar nicht erst angehen. Von St. Stefan aus erreichst Du die Gegend über die Weinebene oder den Packsattel.

Deine Tour im Überblick

Lipizzanergestüt Piber

Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.

Schwer
  • Strecke

    84,51km

  • Höhenmeter

    847hm

Startpunkt

Lipizzanergestüt Piber

47,08106 N, 15,10023 O

In Karten öffnen

Dauer

6:30 h mit E-Bike, rund 5 h reine Fahrzeit

Gut zu wissen

Höhenbereich 340 bis 961 m. Zweite Runde in derselben Gegend: Hügeltour ab der Therme NOVA Köflach, 33 km und 691 Höhenmeter.


Die Hügeltour: 33 Kilometer mit Ansage

Start und Ziel ist die Therme NOVA in Köflach, die Runde schließt sich also. 33 Kilometer, 691 Höhenmeter. Das sind rund 21 Höhenmeter je Kilometer und damit deutlich mehr, als die meisten Radwege der Region mitbringen.

Die Rechnung kommt gleich am Anfang: rund 300 Höhenmeter in Serpentinen hinauf nach Hochtregist. Das ist der fordernste Abschnitt der Runde. Der Autor der Tourbeschreibung empfiehlt an dieser Stelle klar ein E-Bike. Gefahren wird auf asphaltierten Güterwegen und ruhigen Landstraßen.

An der Strecke liegen das Lipizzanergestüt Piber, die Hundertwasserkirche in Bärnbach, die Stölzle-Glashütte, Schneiderwirt und Kern-Buam-Museum sowie das Pilgerkreuz Hochtregist. Öffnungszeiten ändern sich saisonal. Sieh vor der Fahrt bei den Betreibern nach, wenn Du eine der Stationen wirklich besuchen willst.

An den 300 Höhenmetern gleich nach dem Start zeigt sich, ob aus der Runde ein Ausflug wird oder ein Kampf.

Die große Lipizzanertour: 84,51 Kilometer ab Piber

Die lange Variante beginnt und endet beim Gestüt Piber. 84,51 Kilometer, 847 Höhenmeter, Höhenbereich zwischen 340 und 961 Metern, eingestuft als schwer. Die Quelle nennt 6:30 Stunden mit E-Bike und rund fünf Stunden reine Fahrzeit. Plane den Abstand zwischen beiden Zahlen bewusst ein, denn bei dieser Länge brauchst Du Pausen.

Der Verlauf führt von Piber über Afling, Kainach, Heilig Wasser, Geistthal, Södingberg, Stallhofen, Muggauberg, St. Johann o. H., Mooskirchen, Fluttendorf, Hallersdorf, Dietenberg, Ligist, Krottendorf, Gaisfeld und Maria Lankowitz nach Köflach und zurück nach Piber. Empfohlen wird ein straßenverkehrstaugliches Trekkingrad oder ein E-Bike. Für Tourenradler ohne Motor gilt die Runde laut Beschreibung als anspruchsvolle Herausforderung.

Was der Motor wirklich ändert

Ein E-Bike macht aus 847 Höhenmetern keine ebene Strecke. Es verschiebt die Grenze, ab der eine Tour zur Arbeit wird. Genau darum tragen beide Runden dieselbe Empfehlung. Die Hügeltour ist kurz genug, dass der Anstieg am Anfang die ganze Ausfahrt prägt. Die große Tour ist lang genug, dass sich die Höhenmeter über den Tag summieren.

In der Beratung geht es deshalb selten um Motorleistung. Es geht um Reichweite bei dieser Höhendifferenz, um die Übersetzung am Berg und um die Frage, wie lange Du bequem sitzen kannst. Fünf bis sechseinhalb Stunden im Sattel sind der Punkt, an dem eine schlechte Sitzposition sich meldet. Dafür haben wir das Bikefitting mit Laservermessung.

Vor der Anreise

Beide Runden liegen im Bezirk Voitsberg. Von St. Stefan fährst Du über die Weinebene oder den Packsattel hinüber, und schon diese Anreise ist eine Entscheidung: mit dem Auto an den Start oder die Passstraße gleich mitnehmen.

Lies die Tourbeschreibung kurz vor dem Start noch einmal und lade den Track aufs Gerät. Wenn Du mit Motor unterwegs bist, gehört das Ladegerät ins Gepäck. Und wenn das Rad den Winter über gestanden ist, gehören Bremsen und Kette vorher kontrolliert. Bei 847 Höhenmetern und einer Runde, die wieder bis auf 340 Meter hinunterführt, ist das kein Detail.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0