Der Murradweg R2 ist ein Fernradweg, kein Nachmittagsausflug. Er folgt der Mur von Muhr im Salzburger Lungau bis nach Bad Radkersburg, dem südlichsten Punkt der Steiermark. Die Schwierigkeit ist mit leicht angegeben, die Distanz nicht. Interessant ist er für Dich, wenn Du mehrere Tage am Stück fahren willst, ohne ins Hochgebirge zu müssen.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Muhr im Salzburger Lungau
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
327,3km
(Muhr bis Bad Radkersburg)
Dauer
23:00h
reine Fahrzeit
Höhenmeter
2.742hm
Startpunkt
Muhr im Salzburger Lungau
47,11999 N, 13,62150 O
Untergrund
Asphalt und Schotterwege
Passendes Rad
Gut zu wissen
Höhenbereich 206 bis 1.272 m
Strecke mitnehmen
Von den Bergen ins Thermenland
Die Route folgt der Mur, Österreichs drittgrößtem Fluss. Sie beginnt in alpinem Gelände, führt durch die Weinregionen und endet im Thermenland. Der Höhenbereich reicht von 206 bis 1.272 Metern.
Das klingt nach mehr Arbeit, als es ist. Auf der ganzen Strecke summieren sich 2.742 Höhenmeter, verteilt auf 327,3 Kilometer. Genau deshalb steht in der Tourbeschreibung die Einstufung leicht. Anstrengend wird der Murradweg nicht durch einzelne Steigungen, sondern durch die Summe der Tage.
Der Belag wechselt zwischen Asphalt und Schotterwegen. Wer durchgehend Asphalt erwartet, plant an der Strecke vorbei. Das betrifft vor allem die Reifenwahl und den Luftdruck.
Warum die Kilometerangaben auseinandergehen
Wenn Du den Murradweg recherchierst, wirst Du auf unterschiedliche Längen stoßen. Das liegt nicht an schlechten Quellen, sondern an der Abgrenzung. Die 327,3 Kilometer meinen den Abschnitt von Muhr bis Bad Radkersburg. Andere Angaben rechnen die Fortsetzung Richtung Slowenien und Kroatien mit und kommen deshalb auf höhere Werte.
Für die Planung heißt das: Leg zuerst Start und Ziel fest, dann die Kilometer. Zwei Zahlen sind nur vergleichbar, wenn sie denselben Abschnitt meinen.
Bei einem Fernradweg sagt die Kilometerzahl wenig, solange nicht dabeisteht, welchen Abschnitt sie meint.
Welches Rad dafür passt
23 Stunden reine Fahrzeit sind kein Tagespensum, sondern die Grundlage für eine Etappenplanung. Wer sie auf sechs Tage aufteilt, fährt knapp vier Stunden täglich und hat Zeit für alles andere. Wer zügiger unterwegs sein will, braucht ein Rad, das auch mit Gepäck ruhig läuft.
Für diese Art Strecke sind Trekking- und Reiseräder gebaut. Aufrechte Sitzposition, Gepäckträger, Schutzbleche und Reifen, die auf Schotter nicht nervös werden. Ein E-Trekkingbike ist sinnvoll, wenn Gepäck dazukommt oder die Gruppe unterschiedlich stark ist. Dann rücken zwei Fragen nach vorne: die Reichweite pro Etappe und die Lademöglichkeit am Abend.
Auf dem Schotteranteil zahlt sich Reifenvolumen aus. Ein etwas breiterer Reifen mit weniger Druck läuft ruhiger und schont Handgelenke wie Material. Bei der Übersetzung geht es weniger um die einzelne Rampe als um die Reserve am Ende eines langen Tages, wenn das Gepäck schwerer wirkt als am Morgen.
Unabhängig vom Rad entscheidet die Sitzposition darüber, wie sich der dritte Tag anfühlt. Was eine Stunde lang noch angenehm ist, kann nach vier Stunden im Nacken oder in den Händen sitzen. Dafür gibt es bei uns das Bikefitting mit Laservermessung.
Der Abzweig bei Untergralla
Bei Untergralla zweigt der Sulmtalradweg R1 vom Murradweg ab. Das ist dann relevant, wenn Du nicht die gesamte Strecke am Stück fahren willst. Ein Abzweig macht aus einer langen Linie mehrere kürzere Varianten, die sich einzeln planen und mit unterschiedlichem Zeitbudget fahren lassen. Für eine erste Mehrtagestour ist ein Teilstück oft die bessere Entscheidung als die volle Länge.
Bevor Du die erste Etappe fährst
Ein Fernradweg verzeiht wenig. Was am Hausberg nach einer Kleinigkeit aussieht, wird am vierten Tag zum Problem. Eine schleifende Bremse, eine verschlissene Kette, ein Reifen mit zu wenig Volumen für Schotter. Deshalb gehört vor die erste Etappe ein Werkstatttermin und nicht danach.
Wir sehen uns Antrieb, Bremsen und Reifen an, prüfen den Gepäckträger unter Last und besprechen, was Du an Ersatzteilen mitnimmst. Plane außerdem Zeit für die Rückreise ein. Start und Ziel liegen 327,3 Kilometer auseinander, eine Runde ist der Murradweg nicht. Danach kannst Du Dich auf das konzentrieren, worum es geht: den Fluss hinunter, in Deinem Tempo.








