Die Turracher Höhe hat ein kompaktes Trailrevier mit ungewöhnlich sauber dokumentierten Streckendaten. Die Betreiberliste führt neun Trails auf. Der längste misst 5,6 Kilometer, der kürzeste 100 Meter – und ausgerechnet einer der beiden kürzesten ist als schwer eingestuft. An dieser Liste lässt sich gut zeigen, wovon der Anspruch eines Trails wirklich abhängt.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Turracher Höhe
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
0,1 bis 5,6km
je Trail
Höhenmeter
14 bis 348hm
je Trail
Startpunkt
Turracher Höhe, Auffahrt mit der Kornockbahn
46,91317 N, 13,87645 O
Passendes Rad
Saison
20. Juni bis Mitte September täglich 9:00 bis 16:00 Uhr, danach bis Ende September nur Samstag und Sonntag und witterungsabhängig (Stand 19.09.2026)
Schwierigkeit
mittel bis sehr schwer (S1 bis S5)
Gut zu wissen
Helm und Protektoren einplanen; Betriebszeiten und Wetterlage vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.
Die neun Trails mit ihren Daten
- Kornock Flowtrail: 5,6 km, 348 hm, mittel (S1 bis S2), Naturbelag mit technischen Features
- Tea House Trail: 1,2 km, schwer bis sehr schwer, technisch anspruchsvoll mit Sprüngen
- Zirben Trail: 0,7 km, 78 hm, mittel
- Schmuggler Trail: 0,6 km, 72 hm, mittel, mit Steilkurven und Rockgardens
- ÜWI Jump Trail: 0,5 km, 47 hm, schwer (S3 bis S5), mit Drops, Sprüngen und Wurzeln
- Almrush Trail: 0,2 km, 21 hm, mittel
- Ibahaps Trail: 0,2 km, 24 hm, mittel
- Earl Grey Trail: 0,1 km, 14 hm, schwer (S3 bis S5), handgebaut, enge Kurven
- Kornock Drop: 0,1 km, 20 hm, mittel, Triple-Drop-Sektion
Zum Kornock Flowtrail gibt es unterschiedliche Höhenangaben. Die Betreiberliste nennt 348 Höhenmeter, andere Angaben liegen bei rund 400 bis 430 Metern. Für den Tea House Trail ist in der Liste keine Höhenangabe hinterlegt.
Warum hundert Meter schwer sein können
Der Earl Grey Trail ist 100 Meter lang und nimmt 14 Höhenmeter mit. Er ist handgebaut, führt durch enge Kurven und trägt die Einstufung schwer, S3 bis S5. Der Kornock Flowtrail ist mehr als fünfzigmal so lang und gilt als mittel. Die Länge sagt also nichts über den Anspruch. Was zählt, ist die Fahrtechnik, die auf wenigen Metern verlangt wird: enge Radien, Absätze, das Rad im Stand umsetzen, im richtigen Moment das Gewicht verlagern. Die Betreiberliste ordnet den Strecken Stufen der Singletrail-Skala zu, von S1 bis S5. Diese Skala beschreibt, wie technisch ein Abschnitt ist, nicht wie lang er ist.
Wie schwer ein Trail ist, hängt davon ab, was er auf hundert Metern von Dir verlangt.
Welches Rad und welcher Schutz
Für den Kornock Flowtrail mit seinen 5,6 Kilometern und dem Naturbelag reicht ein Trailbike. Es soll genug Federweg für technische Features haben und sich in den Kurven noch leicht anfühlen. Sobald Du Richtung Tea House Trail, ÜWI Jump Trail oder Earl Grey gehst, redest Du über ein anderes Rad. Drops, Sprünge, Wurzeln und Stufen im Bereich S3 bis S5 verlangen ein Enduro mit stabilem Aufbau, kräftigen Bremsen und entsprechenden Reifen. Auf einem 100 Meter langen Trail kannst Du keine Fahrfehler aussitzen, dort passiert alles sofort. Beim Schutz werden wir deutlich: Helm ist auf allen Strecken Grundausstattung. Für die schweren Linien mit Drops und Sprüngen gehören aus unserer Sicht Fullface-Helm, Rückenprotektor und Protektoren für Knie und Ellbogen dazu. Und das Rad muss in Ordnung sein, bevor Du einsteigst, nicht danach.
Betriebszeiten und Auffahrt
Hinauf kommst Du mit der Kornockbahn, die Räder transportiert. Für 2026 gibt der Betreiber an: vom 20. Juni bis Mitte September täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr, danach bis Ende September nur an Samstagen und Sonntagen und witterungsabhängig. Das ist der Stand vom 19. September 2026. Nach dieser Angabe gilt ab Mitte September die Wochenendregelung. Weil Mitte September kein festes Datum ist und Wetter kurzfristig dazwischenkommt, ruf vor der Fahrt an oder sieh auf der Seite des Betreibers nach. Vor einer geschlossenen Bahn zu stehen, ist ärgerlich und mit einem Anruf zu vermeiden.
Was vorher in die Werkstatt gehört
Ein Liftrevier fährt sich anders als eine Tour: viele kurze Abfahrten hintereinander, wenig Rollen, viel Bremsen und Springen. Das belastet Bremsen, Reifen, Federung und Laufräder stärker als eine gleichmäßige Runde. Vor so einem Tag sehen wir uns Beläge, Scheiben, Reifenzustand und Lager an, prüfen die Schrauben und stellen die Federung auf Dein Gewicht und Deine Fahrweise ein. Wenn Du dabei merkst, dass die Sitzposition nicht passt, machen wir ein Bikefitting mit Laservermessung. Unser Geschäft steht in St. Stefan im Lavanttal, Grenzweg 11, Telefon +43 664 243 28 18.








