Seit Dezember 2025 fährt die Koralmbahn durchgehend im Personenverkehr. Für Radfahrer im Lavanttal hat das die Anreise verändert. Der Koralm-Sprinter verbindet Klagenfurt Hauptbahnhof mit Wolfsberg und hat zusätzliche Fahrradstellplätze. Damit lässt sich eine Tour als Einwegstrecke planen, statt immer wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren zu müssen.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Bahnhof Wolfsberg
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Startpunkt
Bahnhof Wolfsberg, am Lavantradweg R10
46,84351 N, 14,83879 O
Passendes Rad
Gut zu wissen
Fahrplan und Radstellplätze vor der Fahrt beim Betreiber prüfen
Strecke mitnehmen
Was der Koralm-Sprinter ist
Der Koralm-Sprinter fährt zwischen Klagenfurt Hauptbahnhof und Wolfsberg. Es ist ein barrierefreier Elektrotriebzug mit zusätzlichen Fahrradstellplätzen. Die Verbindung ist ausdrücklich dem Lavantradweg R10 zugeordnet – also dem Radweg, der durch das Tal und an St. Stefan vorbeiführt.
Zum Hintergrund: Die Koralmbahn ist seit 14. Dezember 2025 durchgehend im Personenverkehr. Der Kärntner Abschnitt war schon vorher in Betrieb, seit 10. Dezember 2023. Für uns im Tal ist das kein abstraktes Infrastrukturthema. Es heißt schlicht, dass ein Radweg jetzt einen Bahnanschluss hat.
Fahrpläne und Stellplatzregeln ändern sich. Wie oft der Zug fährt und wie viele Räder mitgenommen werden können, siehst Du vor der Fahrt beim Betreiber nach.
Der Knoten in St. Paul im Lavanttal
Ein zweiter Punkt ist für Tourenplanung im Tal interessant. Der Bahnhof St. Paul im Lavanttal wurde am 10. Dezember 2023 eröffnet. Ursprünglich war er als Bahnhof Lavanttal geplant. Er ist der Knoten zwischen Koralmbahn und Lavanttalbahn.
Das ist die Stelle, an der zwei Strecken zusammenkommen. Wer sich mit dem Radnetz im Tal auskennt, erkennt darin eine zweite Möglichkeit, eine Tour nicht dort zu beenden, wo sie begonnen hat.
Einweg statt Rundkurs
Die eigentliche Neuerung ist nicht der Zug. Sie ist die Art, wie Du eine Tour zuschneiden kannst. Bisher hat fast jede Planung im Tal so ausgesehen: Runde suchen, Runde fahren, am Ausgangspunkt ankommen. Mit einer Bahnverbindung, die Räder mitnimmt, geht auch das andere Modell. Eine Richtung fährst Du, die andere fährt der Zug.
Das ändert, welche Strecken überhaupt in Frage kommen. Eine Etappe, die bergab verläuft, ist plötzlich keine halbe Tour mehr, sondern eine ganze. Auch für Familien ist das ein Unterschied. Der Punkt, an dem die Kinder genug haben, muss nicht mehr in der Mitte der Strecke liegen.
Ein Bahnanschluss am Radweg macht aus jeder Runde zwei mögliche Einwegstrecken.
Die anderen Kärntner Sprinter
Der Koralm-Sprinter ist nicht die einzige Verbindung dieser Art in Kärnten. Auf Radmitnahme ausgelegt sind außerdem der Gailtal-Sprinter zwischen Kötschach-Mauthen, Nötsch und Villach entlang des R3 über 90 Kilometer, der Micotra-Sprinter von Villach nach Udine am Alpe-Adria-Radweg, der am Wochenende bis Triest fährt, der Tauern-Sprinter von Villach nach Mallnitz sowie der Karawanken-Sprinter von Villach über Tarvis und Kranjska Gora nach Jesenice.
Für Dich heißt das, dass sich auch ein Radwochenende außerhalb des Lavanttals ohne Auto planen lässt. Wer öfter so unterwegs ist, merkt schnell, dass nicht jedes Rad dafür gleich gut taugt.
Welches Rad im Zug gut zu handhaben ist
Ein Rad, das im Zug mitfährt, wird getragen, gehoben und in einen engen Stellplatz gestellt. Gewicht spielt dabei eine größere Rolle als auf der Straße. Ein E-Bike mit schwerem Akku ist auf der Strecke ein Gewinn und am Bahnsteig eine Übung. Bei manchen Modellen lässt sich der Akku abnehmen, das ändert die Sache deutlich.
Auch Lenkerbreite, Gepäckträgeraufbau und Ständer entscheiden, wie gut ein Rad in einen Stellplatz passt. Faltbare Räder haben hier einen offensichtlichen Vorteil, Trekkingräder einen praktischen. Was für Dich passt, hängt davon ab, wie oft Du den Zug wirklich nimmst.
Wir gehen das gern konkret mit Dir durch, mit Deinem Rad oder mit den Modellen bei uns im Geschäft in St. Stefan. Telefonisch erreichst Du uns unter +43 664 243 28 18.









