Das Klippitztörl liegt auf 1.644 Metern mitten in der Saualpe und verbindet das Görtschitztal mit dem Lavanttal. Die Ostauffahrt beginnt rund zwei Kilometer südlich von Bad St. Leonhard, direkt am Lavantradweg R10. Wer im Tal wohnt, erreicht den Einstieg also ohne Autoanfahrt. Dokumentiert sind drei Auffahrten, und sie unterscheiden sich deutlich.
Deine Tour im Überblick
Vorderklippitz
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
14,7km
Höhenmeter
980hm
Startpunkt
Vorderklippitz, rund zwei Kilometer südlich von Bad St. Leonhard an der R10
46,95000 N, 14,80934 O
Passendes Rad
Einkehr
Naturfreundehaus Klippitztörl kurz unter der Passhöhe auf der Ostseite
Gut zu wissen
Die Zahlen im Kasten sind die Ostauffahrt von Vorderklippitz. Öffnungszeiten von Haus und Freizeitanlagen vor der Fahrt beim Betreiber nachsehen.
Das Profil der Ostauffahrt
Die ersten vier Kilometer ab Vorderklippitz sind moderat. Danach ändert sich der Charakter: Nach Kliening folgen über mehrere Kilometer zweistellige Steigungen. Bei Kilometer 9,4 treffen bei Gaisegg die Auffahrten aus Süden und Südosten dazu. Insgesamt sind es 14,7 Kilometer und 980 Höhenmeter, im Schnitt 6,7 Prozent.
Dieser Schnitt ist der Punkt, an dem die Zahl in die Irre führt. 6,7 Prozent klingen nach Gleichmaß. Tatsächlich liegen die flachen Kilometer am Anfang und die steilen dahinter. Wer die erste Hälfte zu schnell angeht, zahlt im zweiten Teil dafür.
Der Einstieg direkt an der R10 hat einen praktischen Vorteil. Du kannst von St. Stefan aus talaufwärts auf dem Radweg anrollen und den Anstieg mit warmen Beinen beginnen. Die Anfahrt zählt dann zur Tageslänge, spart Dir aber Auto und Parkplatz.
Ein Durchschnitt von 6,7 Prozent verrät nicht, dass die zweistelligen Kilometer alle hintereinander liegen.
Die beiden anderen Auffahrten
Aus dem Görtschitztal führt die Südwestauffahrt herauf, Start ist bei Hüttenberg: 14,1 Kilometer, 934 Höhenmeter, 6,6 Prozent. Sie liegt damit sehr nahe an den Werten der Ostrampe.
Deutlich anders ist die Südauffahrt von Wolfsberg. 23,3 Kilometer, 1.209 Höhenmeter, 5,2 Prozent Durchschnitt. Sie ist die längste der drei, verteilt die Höhe aber auf mehr Strecke. Wenn Du aus Wolfsberg kommst und lieber gleichmäßig trittst als kurz beißt, ist das Deine Variante.
Bei Gaisegg laufen die Auffahrten aus Süden und Südosten mit der Ostrampe zusammen. Das letzte Stück zur Passhöhe ist dann für alle gleich. Wer mag, kombiniert zwei Seiten zu einer Überquerung statt einer Hin- und Rückfahrt.
Welches Rad dafür passt
Das ist eine Straßenauffahrt und damit Rennrad- oder E-Rennrad-Gelände. Der Knackpunkt sind nicht die Kilometer, sondern die steilen Abschnitte nach Kliening. Dort entscheidet die kleinste Übersetzung, ob Du sitzend im Rhythmus bleibst oder im Wiegetritt kämpfst.
Wenn Du das erste Mal eine Auffahrt dieser Länge planst, sieh Dir vorher die Kassette an. Eine größere Kassette oder ein kleineres Kettenblatt kosten wenig und ändern viel. Beides bauen wir in der Werkstatt um.
Bei E-Rennrädern und E-Mountainbikes verschiebt sich die Frage auf den Akku. 980 Höhenmeter sind dafür die relevante Zahl, nicht die 14,7 Kilometer. Wie weit Du damit kommst, hängt an Unterstützungsstufe, Gewicht und Temperatur.
Oben am Pass
Kurz unterhalb der Passhöhe liegt auf der Ostseite das Naturfreundehaus Klippitztörl mit lokaler Küche. Am Pass selbst gibt es ein kleines Skigebiet, eine Sommerrodelbahn und einen Klettergarten. Öffnungszeiten siehst Du vor der Fahrt beim Betreiber nach.
Bevor Du losfährst
Die 980 Höhenmeter gehen nach der Pause wieder hinunter, und bei den steilen Abschnitten heißt das Dauerbremsen. Lass Beläge, Scheiben oder Felgenflanken und die Reifen vorher kontrollieren. Ein Bremsencheck dauert kurz und ist der Unterschied zwischen einer kontrollierten und einer unangenehmen Abfahrt.
Denk außerdem an Kleidung für oben. 1.644 Meter sind ein anderes Wetter als das Tal, auch im Sommer. Und teil Dir das Tempo so ein, dass Du nach Kliening noch etwas übrig hast. Verpflegung nimmst Du besser mit, als Dich unterwegs darauf zu verlassen.






