Look hat die dritte Generation des 795 Blade RS vorgestellt. Entwickelt wurde das Rennrad gemeinsam mit dem Profiteam Cofidis, und vor der Tour de France 2026 war es im Rennen unterwegs. Die Zahlen aus der Pressemappe sind ordentlich. Für die Kaufentscheidung ist aber etwas anderes wichtiger, und das ist die Passform.
Was Look über den neuen Rahmen sagt
Laut Fachpresse nennt Look zwei Werte: 160 Gramm weniger Rahmengewicht und 15 Watt Systemersparnis bei 50 Stundenkilometern gegenüber dem Vorgänger. Beides sind Herstellerangaben.
Ordne die 15 Watt richtig ein. Sie beziehen sich auf 50 Stundenkilometer, also auf Renntempo im Flachen. Wer im Lavanttal Runden über die Hügel dreht, ist einen guten Teil der Zeit langsamer unterwegs, und dort fällt der Luftwiderstand weniger ins Gewicht. Am Berg zählt eher, was das Rad wiegt und wie Du darauf sitzt.
Zum Gewicht gibt Look 890 Gramm für den Rahmen in Größe M an, mit einer Toleranz von plus/minus fünf Prozent. Das fertige Rad beginnt bei 6,9 Kilogramm ohne Pedale.
Sechs Größen und über 350 Kombinationen
Den Rahmen gibt es in sechs Größen von XXS bis XL, vorgesehen für Körpergrößen von 155 bis 200 Zentimetern. Das ist eine weite Spanne, und sie ist auch nötig, denn ein Rennrad verzeiht wenig. Auf einem Stadtrad sitzt Du aufrecht und kannst eine unpassende Länge ausgleichen. Auf einem Rennrad tust Du das nicht.
Dazu kommt ein Konfigurator mit dem Namen Your LOOK a la Carte. Über ihn sind mehr als 350 Kombinationen möglich. Verändert werden dabei drei Dinge: die Länge des Vorbaus, die Breite des Lenkers und der Versatz der Sattelstütze. Der Versatz, im Datenblatt Offset genannt, beschreibt, wie weit vor oder hinter der Stütze der Sattel steht.
Alle drei Maße verschieben dasselbe: wie gestreckt Du auf dem Rad liegst, wie viel Gewicht auf den Händen landet und wo Dein Knie über dem Pedal steht.
Beim Rennradkauf zählt die Position, die Du auf dem Rad einnimmst, mehr als der Rahmen.
Warum die Position mehr entscheidet als das Rahmengewicht
160 Gramm weniger merkst Du am Berg kaum. Eine Sitzposition, die nicht zu Dir passt, merkst Du nach einer Stunde im Nacken, im unteren Rücken oder in den Handflächen. Und Du merkst sie bei jeder Ausfahrt wieder.
Dazu kommt, dass ein Rad, das für ein Profiteam entwickelt wurde, zunächst auf eine Profiposition ausgelegt ist. Die meisten von uns sind weniger beweglich in der Hüfte und fahren länger am Stück als ein Rennfahrer im Wettkampf. Genau dafür ist der Konfigurator da.
Deshalb ist die Reihenfolge wichtig. Erst die Maße, dann die Rahmengröße, dann die Anbauteile. Wir machen Bikefitting mit Laservermessung. Daraus ergibt sich, welche der sechs Größen infrage kommt und mit welchem Vorbau, welcher Lenkerbreite und welchem Versatz Du starten solltest. Bei einem Rad mit über 350 Kombinationen ist das keine Zusatzleistung, sondern der Anfang.
Handarbeit in Burgund
Die Rahmen entstehen im Look-Werk in Burgund in Frankreich und werden dort von Hand gefertigt. Für ein Rad dieser Klasse ist das ungewöhnlich geworden. Dazu kommt eine Sonderedition mit dem Namen Iconic Prisme Replica, limitiert auf 50 Stück.
Wenn Du über so ein Rad nachdenkst
Was die einzelnen Ausstattungen kosten, steht in den Meldungen zur Vorstellung nicht. Sag uns, welche Schaltgruppe und welche Laufräder Du im Kopf hast, dann holen wir die aktuelle Kalkulation beim Importeur ein und Du bekommst eine Zahl, auf die Du Dich verlassen kannst.
Sinnvoll ist ohnehin, vorher über die Position zu sprechen. Wenn Du schon ein Rennrad fährst, bring es zum Termin mit. An Deinem jetzigen Rad sehen wir, was passt und was nicht, und wir haben einen Ausgangswert für die Vermessung.
Look führen wir. Ruf uns unter +43 664 243 28 18 an oder komm im Grenzweg 11 in St. Stefan vorbei, dann schauen wir uns das in Ruhe gemeinsam an.




