Cube verbaut zum Modelljahr 2027 erstmals einen Antrieb von Avinox in einem E-Mountainbike. Avinox ist die E-Bike-Marke von DJI und damit ein neuer Name in einem Feld, das lange von wenigen Herstellern besetzt war. Der M2S liefert mehr Drehmoment als alles, was bisher im Cube-Programm stand. Und das Einstiegsmodell kostet 4.799 Euro, was für diese Leistungsklasse auffällt.
130 Newtonmeter, im Boost bis 150
Newtonmeter ist das Maß für das Drehmoment, vereinfacht gesagt für die Kraft, mit der der Motor am Tretlager zieht. Am steilen Anstieg merkst Du davon am meisten. Der Avinox M2S kommt auf bis zu 130 Newtonmeter, im Boost-Modus auf bis zu 150. Die Spitzenleistung liegt bei 1.500 Watt.
Zur Einordnung im eigenen Haus: Bei seinen Bosch-Modellen nutzt Cube das Performance Upgrade 2.0 mit bis zu 120 Newtonmetern. Der Abstand ist also da, aber er ist kleiner, als die Zahl 150 zunächst vermuten lässt. Ein Boost-Modus ist eine kurzzeitige Spitze, keine Dauerleistung.
Zwei Modelle, ein großer Preisabstand
Angekündigt sind zunächst zwei Ausstattungen, beide mit entnehmbarem Akku mit 800 Wattstunden:
- Stereo Hybrid ONE44 HPC EXC 800 für 4.799 Euro, 24,6 Kilogramm, RockShox Psylo Gold RC Air, Schaltung SRAM Eagle 90
- Stereo Hybrid ONE44 HPC Super TM 800 für 6.999 Euro, 24,4 Kilogramm, RockShox ZEB Ultimate mit Super Deluxe Ultimate, SRAM X0 Eagle AXS, dazu ein 12-Ampere-Schnellladegerät
Beim Gewicht trennt die beiden fast nichts. Die 2.200 Euro Unterschied stecken in Fahrwerk, Schaltung und Ladegerät. Ob Dir das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, wie oft und wie ruppig Du fährst.
Carbon vorn, Aluminium hinten
Die Plattform heißt ONE44 HPC. Der Hauptrahmen ist aus Carbon, der Hinterbau aus Aluminium. Die Federgabel hat 150 Millimeter Federweg.
Bei den Laufrädern unterscheidet Cube nach Größe. Rahmengröße S fährt auf 27,5 Zoll, die Größen M bis XL auf 29 Zoll. Kleinere Fahrerinnen und Fahrer bekommen so ein Rad, das nicht über ihnen steht. Die Geometrie lässt sich um plus/minus 0,6 Grad verstellen – ein kleiner Eingriff, der Lenkverhalten und Sitzposition verändert.
Was ein neuer Antriebshersteller im Service bedeutet
Ein neuer Name im Antrieb ist für uns in der Werkstatt zuerst eine offene Frage. Wie läuft die Ersatzteilversorgung? Wie werden Softwareupdates eingespielt? Was passiert nach Ablauf der Gewährleistung? Bei den etablierten Antrieben sind diese Wege eingespielt. Bei Avinox wird sich das erst zeigen, wenn die ersten Räder im Land sind.
Was bei uns feststeht, sind die Werkstattkosten. Ein E-Bike-Service kostet 39 Euro, ein Softwareupdate kommt mit 29 Euro dazu. In der Regel ist Dein Rad innerhalb von 24 Stunden fertig. Dauert es länger, bekommst Du ein Leihrad.
Ein Antrieb ist im Alltag nur so gut wie die Werkstatt, die ihn im Zweifel wieder zum Laufen bringt.
Für wen das Rad in Frage kommt
Verfügbar sein soll das Stereo Hybrid ONE44 laut den vorliegenden Angaben ab Jänner 2027. Es ist ein kräftiges E-Mountainbike mit knapp 25 Kilogramm, kein leichtes Trailbike. Wer damit hauptsächlich auf Forststraßen unterwegs ist, kauft mehr Motor, als er braucht.
Interessant wird es, wenn Du steile, technische Anstiege fährst und viele Höhenmeter am Stück machst. Dann zahlen sich Drehmoment und ein Akku mit 800 Wattstunden aus. Melde Dich, bevor Du bestellst. Wir sagen Dir ehrlich, ob das zu Deinem Gelände passt, und was wir bis dahin über den Serviceweg bei Avinox wissen. Telefon +43 664 243 28 18.




